Meister-BAföG

Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) wurde 1996 verabschiedet und seitdem mehrfach erweitert. Es dient der Förderung von Fachkräften und Handwerkern und umfasst die Finanzierung von Ausbildungskosten und Beiträge zum Lebensunterhalt.



Meister-BAföG und ihr Aufstiegsförderungsgeset


Ziel des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) ist es, mit finanziellem Mitteln die berufliche Aufstiegsfortbildung von Handwerkern und anderen Fachkräften, sowie deren Existenzgründung zu erleichtern. Das Gesetz wurde am ersten Januar 1996 verabschiedet. Am ersten Januar 2002 und 2009 traten Reformen des AFBG in Kraft. Das Gesetz fördert die berufliche Fortbildung in allen Berufsbereichen. Um es nutzen zu können, wird der Abschluss einer Erstausbildung oder ein vergleichbarer Abschluss nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksverordnung vorausgesetzt.


Nach der Reform des AFBG
Nach der Reform des AFBG im Jahr 2009 wurde der Kreis der Anspruchsberechtigten um Altenpflegekräfte und Erzieher erweitert. Nach dieser Gesetzesänderung erhielten 150.000 Personen BAföG. Siebzig Prozent von ihnen waren Männer und 30 Prozent Frauen. Außerdem stiegen die Leistungen der Aufstiegsfortbildung. Die zugrunde gelegten Freibeträge und Bedarfssätze wurden noch einmal um zehn Prozent erhöht. Die Förderung variiert abhängig von der Lebenssituation (Familienstand, Kinderzahl, Einkommen usw.). Außerdem hängt die Förderung von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel dem Verhältnis von Darlehen und Zinszuschuss und der Förderung von Lehrgangsgebühren. Die Leistungen aller Teilnehmer bestehen mindestens aus einem Maßnahmebeitrag, der bis zu einer Höhe von 10.226 Euro gewährt wird. Dieser wird zurzeit mit einem Anteil von 30,5 Prozent als Zuschuss und von 69,5 Prozent als Darlehen gewährleistet.
Personen, die bereits eine Aufstiegsförderung selbst finanziert haben oder von anderen unterstützt wurden, sind nun auch selbst berechtigt, einen Anspruch zu erheben. Die erneute Unterstützung einer Fortbildung war bisher nicht möglich.
Personen die eine Aufstiegsförderung in Vollzeit anstreben, können außerdem monatliche Zuschüsse und Darlehen für den Lebensunterhalt und die Kinderbetreuung erhalten. Ab 2009 stieg dabei der Beitrag zum Unterhalt eines Kindes von 179 Euro auf 210 Euro im Monat. Aber anders als bisher wird nun der Beitrag als Zuschuss bezahlt und nicht als Darlehen. Alleinerziehende können einen Betreuungszuschlag von bis zu 113 Euro pro Monat und Kind erhalten. Außerdem sollen Unterhaltsbeitrag und Kinderbetreuungszuschlag während der neuen Phase der Prüfungsvorbereitung für drei weitere Monate als Darlehen gewährt werden.


Der finanzielle Gesamtbetrag
Der finanzielle Gesamtbetrag der Förderung umfasste im Jahr 2009 456 Millionen Euro. Davon entfielen 315 Millionen Euro als Darlehen und 141 Millionen auf Zuschüsse. Eine Vollzeitmaßnahme muss wenigstens 400 Stunden umfassen und darf die Dauer von zwei Jahren nicht überschreiten. In Teilzeitform dauert eine Maßnahme dann 48 Monate.